Adhd Inattentive
Inhaltsverzeichnis 18 Abschnitte
- 1. Überblick
- 2. Hauptfunktionen / Klinische Merkmale
- 3. ADHS-Relevanz
- Abgrenzung zum kombinierten Typ (ADHS-C)
- Funktionelle Neurobiologie
- SCT als dimensionale Erweiterung
- Komorbidität mit Epilepsie
- 4. Neurotransmitter-Verbindungen
- Dopaminerges System bei ADHS-PI
- Noradrenerges System bei ADHS-PI
- Zusammenfassende Darstellung (DA/NE-Profil bei ADHS-PI)
- 5. Aktuelle Forschungserkenntnisse
- Genetische Biomarker und Tiermodelle
- Psychotherapeutische Interventionen
- Verhaltensinterventionen bei Kindern
- SCT und Exekutivfunktionen
- SCT bei spezifischen Populationen
- 6. Offene Fragen / Wissenslücken
ADHS – Vorwiegend Unaufmerksame Präsentation (ADHS-PI)
1. Überblick
Die vorwiegend unaufmerksame Präsentation der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS-PI, früher „ADHS vom unaufmerksamen Subtyp”) ist eine klinisch und neurobiologisch distinkte Variante der ADHS, die sich durch ausgeprägte Aufmerksamkeitsdefizite bei weitgehend fehlender motorischer Hyperaktivität und Impulsivität auszeichnet. Obwohl sie häufig als mildere Form wahrgenommen wird, weisen Betroffene charakteristische kognitive Beeinträchtigungen auf, die sich qualitativ vom kombinierten Typ (ADHS-C) unterscheiden. ADHS insgesamt gilt als eine der häufigsten psychiatrischen Störungen des Kindesalters, persistiert häufig bis ins Erwachsenenalter und wird in vielen europäischen Ländern nach wie vor unterdiagnostiziert und untertherapiert (Updated European Consensus Statement, 2018).
2. Hauptfunktionen / Klinische Merkmale
Die ADHS-PI ist durch folgende Kerndimensionen charakterisiert:
- Aufmerksamkeitsdefizite: Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung von Konzentration, leichte Ablenkbarkeit und Vergesslichkeit im Alltag
- Kognitive Beeinträchtigungen: Stärkere exekutive Dysfunktionen (insbesondere Selbstmanagement der Zeit, Selbstorganisation) im Vergleich zur hyperaktiven Dimension
- Internalisierende Symptome: Erhöhte Komorbidität mit Angst, Depression und sozialem Rückzug, insbesondere bei gleichzeitig vorhandenem Sluggish Cognitive Tempo (SCT)
- Sluggish Cognitive Tempo (SCT): Ein konzeptuell verwandtes, aber eigenständiges Konstrukt mit Symptomen wie Verlangsamung, Tagträumen und geringer Initiierung, das bei ADHS-PI überproportional häufig auftritt
- Abwesenheit ausgeprägter externalisierender Verhaltensweisen: Weniger Hyperaktivität und Impulsivität als bei ADHS-C, was zu späteren oder verpassten Diagnosen führen kann
3. ADHS-Relevanz
Abgrenzung zum kombinierten Typ (ADHS-C)
Studien belegen, dass ADHS-PI und ADHS-C distinkte und weitgehend unabhängige Störungsbilder darstellen (Review, 2006, 669 Zitationen). Strukturell-bildgebende Befunde zeigen:
- ADHS-PI-Patienten wiesen mildere klinische Symptome, aber stärkere kognitive Beeinträchtigungen auf als ADHS-C-Patienten
- ADHS-C-Patienten zeigten im Vergleich zu typisch entwickelten Kindern signifikant reduzierte subkortikale Volumina (insbesondere linksseitiges Pallidum, rechter kaudaler anteriorer cingulärer Kortex)
- Klinische Symptome korrelierten vorwiegend mit der Dicke des rechten kaudalen anterioren cingulären Kortex und dem linken Pallidum-Volumen (Observational Study, 2021)
Funktionelle Neurobiologie
Mittels Support Vector Machine (SVM)-Klassifikation konnten distinkte funktionelle Konnektivitätsmuster zur Unterscheidung von ADHS-C und ADHS-PI identifiziert werden – auch nach Kontrolle für Mikrobewegungsartefakte (Article, 2013, 482 Zitationen). Dies unterstreicht die neurobiologische Eigenständigkeit der ADHS-PI.
SCT als dimensionale Erweiterung
Kinder mit ADHS-PI und hohem SCT zeigen ein spezifisches Profil:
- Weniger Daueraufmerksamkeitsprobleme als der Rest der ADHS-Stichprobe
- Mehr internalisierende Probleme, Angst/Depression und Rückzugsverhalten
- Stärkere exekutive Defizite im Bereich Selbstüberwachung (Observational Study, 2014)
Bei Erwachsenen mit ADHS und SCT (SCT+) zeigen sich zusätzlich:
- Langsamere Reaktionszeiten und ungünstigere kognitive Strategiewahlen bei erhöhter kognitiver Belastung (neuropsychologische Tests: CANTAB, WAIS)
- Stärkere Exekutivfunktionsdefizite und emotionale Dysregulation im Vergleich zu ADHS ohne SCT (Observational Study, 2023)
Komorbidität mit Epilepsie
Bei Kindern mit neu diagnostizierter idiopathischer Epilepsie ist ADHS signifikant häufiger als bei Gesunden (31 % vs. 6 %), wobei der unaufmerksame Subtyp überwiegt (Article, 2007, 278 Zitationen).
4. Neurotransmitter-Verbindungen
Dopaminerges System bei ADHS-PI
Aktuelle Reviews und Tierstudien erlauben erstmals differenziertere Aussagen zu subtyp-spezifischen Dopaminprofilen bei ADHS-PI (De la Peña et al., 2020, PMID: 32422912; Kessi et al., 2022, PMID: 36211978; MacDonald et al., 2024, PMID: 39619336):
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Mesokortikale DA-Bahn als Primärpathologie: Die Projektionsachse VTA → präfrontaler Kortex zeigt bei ADHS-PI eine reduzierte dopaminerge Signalübertragung. Im Unterschied dazu dominiert bei ADHS-C mit Hyperaktivität/Impulsivität eher ein erhöhtes Signal im nigrostriatalen Pathway. Die Elevation frontaler kortikaler DA-Spiegel gilt als konvergenter Wirkungsmechanismus der paradoxen Stimulanzieneffekte bei ADHS (Kessi et al., 2022, PMID: 36211978).
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Niedrigere DAT-Dichte als bei ADHS-C: Die erhöhte DAT-Dichte, die mit impulsivem Verhalten assoziiert wird, ist bei ADHS-PI geringer ausgeprägt als bei ADHS-C. Dies erklärt die behavioral wichtigen Unterschiede zwischen den Subtypen (MacDonald et al., 2024, PMID: 39619336).
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D1-Rezeptor-Polymorphismen und Inaufmerksamkeit: Polymorphismen im DRD1-Gen (haplotype rs27048/rs429699) sind stärker mit dem Inaufmerksamkeits-Phänotyp assoziiert als mit Hyperaktivität (Kessi et al., 2022, PMID: 36211978).
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Striatale Dopamin-Hypofunktion: Im THRSP-OE-Mausmodell für ADHS-PI (selektiv Inaufmerksamkeit, keine Hyperaktivität) wurden reduzierte D1-Rezeptorbindungskapazität sowie ausgeprägt niedrige basale Dopaminspiegel im Striatum nachgewiesen. Mehrfachgabe von Methylphenidat (5 mg/kg) normalisierte die DA-Spiegel und reduzierte den EEG-Theta/Beta-Quotienten (Custodio et al., 2025, PMID: 40493342).
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Tonic-Phasic-Imbalanz: Die Dopaminhypothese für ADHS postuliert eine Imbalanz zwischen tonischer und phasischer DA-Freisetzung: vermindertes tonisches DA → beeinträchtigtes Löschen alter Verhaltensmuster; verminderte phasische DA-Bursts → gestörtes Verstärkungslernen. Beide Mechanismen dürften zur Inaufmerksamkeit beitragen (Übersicht: MacDonald et al., 2024, PMID: 39619336).
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Genetische Subtyp-Differenzierung: Molekulargenetische Daten zeigen eine Assoziation bestimmter Gene bevorzugt mit ADHS-PI vs. ADHS-C:
- Stärker bei ADHS-PI: COMT, MAO-A, DDC, ADRA2A, 5-HT1B, CHRNA4
- Stärker bei ADHS-C: DRD3, ADRA2C, NET1, 5-HTR2C (Kessi et al., 2022, PMID: 36211978; da Silva et al., 2023, PMID: 37861876)
Noradrenerges System bei ADHS-PI
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ADRA2A-Gen und Inaufmerksamkeit: Der MspI-Polymorphismus (−1291 C>G, rs1800544) im ADRA2A-Gen (kodiert für den α2A-adrenergen Rezeptor im PFC) ist mit der Schwere der Inaufmerksamkeitssymptome bei ADHS-I assoziiert (Schmitz et al., 2006, PMID: 16806103). Dieser Befund aus einer Fallkontrollstudie (n=200, Kinder und Jugendliche) ist methodisch robust.
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Pharmakogenetik: MPH-Respons bei ADHS-PI: Kinder und Jugendliche mit dem G-Allel am ADRA2A-1291 C>G-Polymorphismus zeigten unter Methylphenidat-Behandlung signifikant niedrigere Inaufmerksamkeitsscores als Träger des C/C-Genotyps (F = 6.14, p = 0.016; da Silva et al., 2008, PMID: 18200436). Dieser Befund – in einer naturalistische pharmakogenetischen Studie mit ADHS-PI-Patienten (n=59) repliziert – unterstreicht, dass noradrenerge Rezeptorpolymorphismen den Therapieerfolg bei ADHS-PI mitbestimmen.
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α2A-Rezeptoren im PFC: Die präfrontale α2A-Rezeptor-Signalgebung ist entscheidend für Arbeitsgedächtnis und Aufmerksamkeitssteuerung. NE-bedingte Hypoaktivität an präfrontalen α2A-Rezeptoren erklärt Kernsymptome der Inaufmerksamkeit unabhängig von Hyperaktivität (Übersicht: da Silva et al., 2023, PMID: 37861876).
Zusammenfassende Darstellung (DA/NE-Profil bei ADHS-PI)
| System | Befund bei ADHS-PI | Abgrenzung zu ADHS-C |
|---|---|---|
| Mesokortikales DA | Reduzierte PFC-DA-Signalgebung → Inaufmerksamkeit | Bei ADHS-C: nigrostriatales DA erhöht → Hyperaktivität |
| Striatales DA | Hypodopaminergisch (tonic/phasic Imbalanz, SNAP25-Dysregulation) | Stärkere DAT-Erhöhung bei ADHS-C |
| D1-Rezeptoren | Reduzierte D1-Bindung im Striatum; DRD1-Polymorphismen mit Inaufmerksamkeit assoziiert | DRD3-Polymorphismen stärker bei ADHS-C |
| α2A-NE-Rezeptoren (PFC) | ADRA2A-Polymorphismus (MspI) mit ADHS-PI-Schwere assoziiert; Pharmakogenetik: G-Allel → bessere MPH-Respons | ADRA2C stärker bei ADHS-C |
| Noradrenalin-Transporter | NET1-Gen stärker bei ADHS-C; ADRA2A-Genotyp wichtiger bei ADHS-PI | NET1 dominant bei ADHS-C |
⚠️ Evidenzeinschränkung: Die genetischen Subtyp-Differenzierungen stammen überwiegend aus Stichproben chinesischer Herkunft (Kessi et al., 2022) und müssen durch transkulturelle Replikationsstudien validiert werden. Direkte In-vivo-PET-Messungen von DA/NE-Transporterdichten spezifisch für ADHS-PI fehlen weitgehend.
5. Aktuelle Forschungserkenntnisse
Genetische Biomarker und Tiermodelle
Das Thrsp-Gen wurde als potenzieller Biomarker für die ADHS-PI-Präsentation identifiziert. THRSP-überexprimierende Mäuse (THRSP OE) stellen möglicherweise ein valides Tiermodell für ADHS-PI dar. Im Vergleich dazu eignen sich spontan hypertensive Ratten (SHR/NCrl), die häufig für ADHS-C verwendet werden, weniger zur Modellierung der unaufmerksamen Präsentation (Review, 2023).
Psychotherapeutische Interventionen
Ein spezifisches CBT-Protokoll für ADHS-PI (CADDI) wurde in einem RCT (2025, 5 Zitationen) evaluiert:
- Signifikant größere Verbesserungen bei der Verhaltensaktivierung vs. Kontrollbedingung (p = .045, d = 0.49)
- Höhere Zufriedenheit bei Teilnehmern und Therapeuten gegenüber Hesslingers DBT-Protokoll
- Sekundäre Maße zeigten keine signifikanten Zwischen-Gruppen-Effekte (aber größere Innerhalb-Gruppen-Effektstärken)
Dies unterstreicht den Bedarf an präsentationsspezifischen therapeutischen Ansätzen statt einer Übertragung von ADHS-C-Protokollen.
Verhaltensinterventionen bei Kindern
Ein integriertes Heim-Schule-Verhaltenstraining wurde in einer randomisierten kontrollierten Studie für Kinder mit vorwiegend unaufmerksamer ADHS evaluiert (RCT, 2007, 229 Zitationen), was auf eine frühe Erkenntnisbasis für multimodale Interventionsansätze hinweist.
SCT und Exekutivfunktionen
Die Unaufmerksamkeitsdimension (ADHS-IN) zeigt stärkere Zusammenhänge mit exekutiven Dysfunktionen als die Hyperaktivitäts-Impulsivitätsdimension (ADHS-H/I):
- ADHS-IN → vorrangig assoziiert mit Selbstmanagement der Zeit
- ADHS-H/I → assoziiert mit Selbstkontrolle
- SCT → assoziiert mit Selbstorganisation und Problemlösung (Observational Study, 2023)
SCT bei spezifischen Populationen
- Kinder mit pränataler Alkoholexposition (PAE) zeigen signifikant erhöhte SCT-Symptome gegenüber typisch entwickelten Kontrollkindern (2023)
- Kinder mit Post-COVID-19-Syndrom (PASC) weisen erhöhte Werte auf SCT-Subskalen (‚Sluggish/Sleepy’, ‚Low Initiation’) auf (2023)
6. Offene Fragen / Wissenslücken
| Bereich | Offene Frage |
|---|---|
| Neurobiologie | ✅ 2026-03-19 Teilweise geschlossen: DA-Profil (mesokortikaler Pathway, D1, DAT, SNAP25) und NE-Profil (ADRA2A-Polymorphismus) für ADHS-PI nun dokumentiert. Offene Teilfragen: direkte PET-Messungen, LC→PFC noradrenerge Profile, Longitudinaldaten. |
| Genetik | Validierung des Thrsp-Gens als Biomarker erfordert weitere humangenetische Replikationsstudien |
| Tiermodelle | Validierungsgrad des THRSP-OE-Mausmodells für ADHS-PI ist noch unzureichend belegt |
| Therapie | CADDI-RCT zeigt vielversprechende Primäreffekte, jedoch keine signifikanten Zwischen-Gruppen-Unterschiede bei Sekundärmaßen – größere Stichproben notwendig |
| SCT-Abgrenzung | Die nosologische Stellung von SCT (eigenständige Störung vs. ADHS-PI-Subgruppe vs. dimensionales Merkmal) ist ungeklärt |
| Geschlechterunterschiede | Frauen mit ADHS sind unterrepräsentiert in der Forschung (Artikel, 2020, 435 Zitationen); spezifische Daten für ADHS-PI bei Frauen fehlen |
| Longitudinalverläufe | Wie entwickelt sich ADHS-PI vom Kindesalter über die Adoleszenz bis ins Erwachsenenalter? Langzeitstudien fehlen |
| SCT und Komorbiditäten | Beziehung zwischen SCT, Angst, Depression und ADHS-PI im Längsschnitt ist weitgehend unerforscht (Journalarticle, 2026) |
Hinweis zur Evidenzlage: Mehrere zentrale Paper in dieser Zusammenstellung enthalten unvollständige Zusammenfassungen. Die Evidenzbasis dieser Übersicht ist daher selektiv und sollte durch systematische Literaturrecherche ergänzt werden.
Quellen
Primärstudien
- P ADHD Combined Type and ADHD Predominantly Inattentive Type Are Distinct and Unrelated Disorders (2006) DOI
- P A randomized, controlled trial of integrated home-school behavioral treatment for ADHD, predominantl (2007) PMID: 17667482
- P Distinct neural signatures detected for ADHD subtypes after controlling for micro-movements in resti (2013) PMID: 23382713
- P Females with ADHD: An expert consensus statement taking a lifespan approach providing guidance for t (2020) PMID: 32787804
- P The frequency, complications and aetiology of ADHD in new onset paediatric epilepsy (2007) PMID: 17947336
- P Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder Predominantly Inattentive Subtype/Presentation: Research Progress and Translational Studies (2020) PMID: 32422912
- P Association between alpha-2a-adrenergic receptor gene and ADHD inattentive type (2006) PMID: 16806103
- P Adrenergic receptor alpha2A gene and response to methylphenidate in ADHD-predominantly inattentive type (2008) PMID: 18200436
Unterstützende Studien
- S Thrsp Gene and the ADHD Predominantly Inattentive Presentation. (2023) PMID: 36716294
- S Cognitive behavioral therapy for ADHD predominantly inattentive presentation: randomized controlled (2025) PMID: 40276075
- S Structural Brain Changes and Associated Symptoms of ADHD Subtypes in Children (2021) PMID: 34409439
- S Updated European Consensus Statement on diagnosis and treatment of adult ADHD (2018) PMID: 30453134
- S ADHD predominantly inattentive subtype with high sluggish cognitive tempo: a new clinical entity? (2014) PMID: 22653808
- S Executive Functions Contribute to the Differences Between ADHD and Sluggish Cognitive Tempo (SCT) in (2023) PMID: 36802940
- S Characteristics of Sluggish Cognitive Tempo among adults with ADHD: objective neurocognitive measure (2023) PMID: 39839585
- S Cognitive Disengagement Syndrome–Clinical Interview (CDS-CI): Psychometric support for caregiver and (2024) PMID: 38976451
- S The dopamine hypothesis for ADHD: An evaluation of evidence accumulated from human studies and animal models (2024) PMID: 39619336
- S Attention-deficit/hyperactive disorder updates (2022) PMID: 36211978
- S An overview on neurobiology and therapeutics of attention-deficit/hyperactivity disorder (2023) PMID: 37861876
Offene Forschungsfragen (3)
- ·Direkte In-vivo-PET-Messungen von DA/NE-Transporter-Dichte spezifisch für ADHD-PI (vs. ADHD-C) fehlen
- ·Subtyp-spezifische noradrenerge Profildaten (LC → PFC bei ADHD-PI vs. ADHD-C) in Humanstudien unzureichend
- ·Longitudinale Verlaufsdaten zu Neurotransmitter-Veränderungen bei ADHD-PI im Erwachsenenalter fehlen